Ährenkrankheiten sicher ausschalten

Ährenbehandlung mit Soleil®

Wie wirkt Soleil®?

Soleil® ist eine leistungsstarke Wirkstoffkombination aus Bromuconazol und Tebuconazol, die als verträgliche EC-Formulierung zur Verfügung steht. Das Produkt wirkt sicher, sowohl vorbeugend (protektiv) vor allem gegen Fusarium-Arten und Braunrost, als auch heilend (kurativ) bei vorhandenen latenten Infektionen und stoppt deren weitere Ausbreitung. Seine besondere Stärke zeigt Soleil® in Bezug auf Mykotoxinreduktion bei Ährenbefall. Die beiden Triazol-Fungizide bewirken eine Hemmung der Ergosterolbiosynthese im Stoffwechsel von Pilzen. Ergosterol ist der entscheidende Baustein der Zellmembran pilzlicher Schaderreger.

Kulturtypen

Dinkel,Weich- und Hartweizen

Aufwandmenge

1,2 Liter pro Hektar

Wartezeit

42 Tage

Einsatzzeitraum

BBCH 30-69

Wirkungsspektrum

Fusarium-Arten, Echter Mehltau, Blatt- und Spelzenbräune, Braunrost

Produkttyp

Fungizid

Produkttyp

Fungizid

Kulturtypen

Dinkel,Weich- und Hartweizen

Wirkungsspektrum

Fusarium-Arten, Echter Mehltau, Blatt- und Spelzenbräune, Braunrost

Aufwandmenge

1,2 Liter pro Hektar

Einsatzzeitraum

BBCH 30-69

Wartezeit

42 Tage

  • Krankheiten

    Pilzkrankheiten, die in der Ähre vorkommen, sind Spelzenbräune, Roste und Fusarium. Die Spelzenbräune trat in den letzten Jahren vermehrt wieder auf, wenn auf den Einsatz von Fungiziden im Blattbereich verzichtet wurde, die das Hochwandern des Erregers über die Blätter unterbinden. Auch Mehltau und Rostarten (Gelb- und Braunrost) siedeln sich auf den Ähren an und können zu Ertragsausfällen führen.

    Das größte Risiko bilden jedoch die Ährenfusarien, die sich bedingt durch hohe Anteile von Mais und Stoppelweizen in der Fruchtfolge, aber auch durch den Anbau von Sorten mit höherer Anfälligkeit zur Ährenkrankheit Nr. 1 entwickelt haben. Fusariumbefall ist dabei nicht immer ausschlaggebend, hauptsächlich sind es die durch Fusarien hervorgerufenen Mykotoxine DON und ZEA im Erntegut, die Fusarien zur meist gefürchteten Ährenkrankheit machen.

  • Ursachen

    Ausgehend von Ernterückständen auf dem Boden können Sporen über die Blattetagen durch Regentropfen auf die Ähre gelangen. Oft treten nur unspezifische gelbe Flecken auf den Blättern auf, erst später sind Läsionen im Bereich der Blattöhrchen zu finden. Dieses Bild ist typisch für Infektionen mit Fusarien, aber auch mit dem Erreger des Schneeschimmels (M. nivale). Bei Letzterem sind oft am Blattrand Septoria-triticiähnliche Symptome zu sehen. Die darauf gebildeten Sporen werden in den Blattgrund am Blattöhrchen gespült. Dort kann sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula infizieren. Auch Septoria nodorum (Spelzenbräune) kann ausgehend vom Saatgut zu Frühinfektionen des Keimlings führen.

    Es ist aber auch möglich, dass die Ähren in vorher noch befallsfreien Beständen durch Sporen in der Luft infiziert werden, da diese über hunderte von Kilometern verbreitet werden können. Das Gefährdungspotenzial nimmt zu, wenn der Weizen nach Mais oder pfluglos bestellt wurde.

  • Behandlung

    Gesundes Erntegut ist das Ziel, um Mensch und Tier vor gesundheitlichen Belastungen durch hoch giftige Myktoxine zu schützen. Eine Ährenbehandlung ist besonders dann notwendig, wenn die vorhergehende Behandlung einen nicht ausreichend langen Schutz liefern kann.

    Die Bekämpfung von Septoria nodorum muss innerhalb der halben Latenzzeit (zwischen der Infektion und dem Sichtbarwerden der Symptome) erfolgen, also innerhalb von 3 bis 4 Tagen, nachdem der Erreger in die Ähre gertragen wurde. Die Behandlung gegen Fusarien muss innerhalb von zwei Tagen nach dem Regen durchgeführt werden, um die Infektion zu stoppen, bevor die Toxinbildung einsetzt. Mit dieser Behandlung können neue Infektionen 2–3 Tage lang verhindert werden. Insgesamt kann durch eine Behandlung ein Befallszeitraum von knapp einer Woche abgedeckt werden. Fällt nach der Fusarien-Spritzung weitere 4–5 Tage lang Regen, ist bei anhaltendem Befallsdruck u. U. eine zweite Behandlung mit einem fusarium anderem wirksamen Mittel angebracht, insbesondere in ungleichmäßigen Beständen mit verzettelter Blüte.

  • Wirkstoffe

    Die Möglichkeiten, Fusarien und Roste in der Ähre mit Fungiziden zu bekämpfen, beschränken sich auf die Azole Bromuconazol, Epoxiconazol, Metconazol, Prothioconazol und Tebuconazol. Die Protektivwirkung der Azole gegen Roste hält zwischen 12 und 18 Tagen an, bei Fusarium kann durch eine Behandlung ein Befallszeitraum von knapp einer Woche abgedeckt werden. Nufarm hat seit 2012 deutschlandweit zahlreiche Versuche zur Ährenbehandlung mit Soleil®, der Kombination aus Bromuconazol und Tebuconazol, durchführen lassen. Ziel des umfangreichen Versuchsprogramms war, die Wirkungsstärke der Wirkstoffkombination gegen Blatt- und Ährenkrankheiten in verschiedenen Regionen unter unterschiedlichen Witterungsverhältnissen zu überprüfen. Die Untersuchungen zeigen, dass die Kombination aus Bromuconazol und Tebuconazol eine der leistungsstärksten Maßnahmen gegen Ährenfusarien ist.

So wirkt Soleil® in der Praxis

Was leistet die Ährenbehandlung?

Zum Zeitpunkt der Blüte der hochanfälligen Sorte Tobak herrschten aufgrund von anhaltender Feuchtigkeit optimale Bedingungen für eine Fusariuminfektion auf diesem Standort. Zusätzlich wurde der Versuchsblock einen Tag nach der Ährenbehandlung künstlich mit Fusarium- Sporenmaterial inokuliert. Diese Konstellation führte 2015 zu einem extremen Fusariumbefall, welcher sich neben Braunrost bilderbuchhaft bonitieren lies (Abb. 1). Abb. 1: Versuchsblock […]

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Ohne sichtbare Symptome keine Mykotoxine?

In diesem Versuch konnten die ersten beiden Fungizidmaßnahmen alle relevanten Krankheiten bis zur Ährenbehandlung deutlich reduzieren. Zum Zeitpunkt der Blüte von der mittelanfälligen Sorte JB Asano herrschten aufgrund von regelmäßiger Feuchtigkeit gute Bedingungen für eine Fusariuminfektion auf dem Standort vor. Allerdings war kein optischer Befall zum Boniturzeitpunkt zu erkennen. Der Ertrag lag mit ca. 86 […]

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Fragen und Antworten

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